Musiklehre


Hier soll in aller Kürze das Wichtigste aus der Musiklehre dargestellt werden, so weit diese Kenntnisse im folgenden benötigt werden.

Jeder der ein Instrument spielt, sollte auch Notenlesen lernen. Nur so ist er nicht auf das System eines speziellen Lehrbuches beschränkt, sondern kann alle Lieder aus allen Notenbüchern spielen. Die Noten sehen vielleicht anfangs kompliziert aus, man muß sich aber letztlich nur merken, wo die elf Noten, mit denen wir in diesem Kurs arbeiten, im Notenbild notiert werden. Dies kann jeder schaffen!

Die Töne werden mit Buchstaben benannt. Die C-Dur Tonleiter, die wir hier verwenden, beginnt mit c und besteht aus den Tönen c, d, e, f, g, a, h, c''. Mit den zwei Hochkomma wird das hohe c kenntlich gemacht, bei den anderen Tönen müßte ein Hochkomma verwenden werden, dies wurde hier weggelassen. Diese Töne werden so in das Liniensystem geschrieben:

Tonleiter

Die unterste Note, das c, ist der tiefste Ton und dann geht es jeweils um einen Ton höher. Das tiefe c wird auf einer Hilfslinie notiert. Zum Einprägen der Noten kann man z.B. ein Liederbuch nehmen und die Noten in den Liedern laut vorsagen. Auch wenn man noch nicht ganz sattelfest ist, kann man die Lieder in diesem Kurs spielen, da hier immer die zu drückenden Ventile bei jedem Ton angegeben werden.

Erweitert man diese Tonleiter um drei Töne nach unten, so ergibt sich folgende Tonleiter mit allen elf Tönen, die leicht auf der Trompete gespielt werden können:

erw Tonleiter

Da diese zusätzlichen Töne unter dem c liegen, müssen noch weitere Hilfslinien eingefügt werden. Hier wurden jetzt die einfachen Hochkomma verwendet.

Außerdem gibt es lange und kurze Töne. Die Dauer des Tons erkennt man daran, wieviele Fähnchen eine Note hat und alternativ ob sie ausgefüllt ist oder nur einen schwarzen Rand hat. Da man ein Lied langsam oder schnell spielen kann, wird damit nicht die absolute Dauer des Tons angegeben, sondern nur die Dauer im Verhältnis zu den anderen Noten im Lied. Eine halbe Note muß also doppelt so lange dauern wie eine Viertelnote.

Notenlänge

Die Fähnchen von Achtel- und Sechzehntelnoten kann man miteinander verbinden, das Notenbild sieht dann optisch schöner aus:

Achtel

Darüber hinaus kommen in Liedern auch Pausen vor, um z.B. bestimmte Stellen hervorzuheben. Es ist wichtig, diese Pausen zu beachten, sonst klingt das Lied nicht gut. Entsprechend zu jeder Notenlänge gibt es auch eine Pausenlänge:

Pausen

Jedes Lied wird durch senkrechte Striche in Takte eingeteilt. Diese Takte bestimmen die Betonung der Noten und den Rhythmus des Liedes. Am häufigsten sind der 4/4 (sprich: vier viertel) Takt, der 2/4, der 3/4 und 6/8 Takt. Bei einem 4/4 Takt kann man die Noten entsprechend ihrer Länge (Dauer) zwischen den Taktstrichen zu einer ganzen Note zusammenrechnen, beim 2/4 Takt nur zu einer halben Note. Der 3/4 Takt ist ein Walzertakt (Rum- ta- ta). Hier wird deutlich, daß, wie bei allen Taktarten, die erste Note des Taktes betont werden soll. Die Taktart wird hinter dem Notenschlüssel im Liniensystem angegeben. Statt dem 4/4 Takt wird oft ein C, statt dem 2/4 Takt ein durchgestrichenes C geschrieben:

Taktarten

Hier ein Beispiel für einen 3/4 Takt:

Takte

Oft beginnt ein Lied mit einem Auftakt, in diesem sind weniger Noten verzeichnet, als nach der Taktart des Liedes erforderlich wären. Dieser Auftakt ergibt erst zusammen mit dem Schlußtakt einen vollständigen Takt.

Häufig sind auch Bindebögen im Notenbild zu finden. Werden damit Noten der gleichen Tonhöhe verbunden, so spielt man diese wie eine entsprechend lange Note. Werden damit jedoch Noten unterschiedlicher Höhe verbunden, so spielt man diese Töne so, daß deren Klang ineinander übergeht. Wie das mit der Trompete gemacht wird, wird später im Kurs erklärt.

Außerdem sei noch auf punktierte Noten und Triolen eingegangen. Diese sind sehr wichtige Elemente in der modernen Unterhaltungsmusik, dadurch erhält diese Musik ihren typischen Rhythmus. Im Prinzip ganz einfach: ein Punkt hinter einer Note verlängert deren Dauer um 50% oder die Hälfte.

punktierte Noten

Bisher haben wir die Noten immer durch zwei geteilt: Halbe, Viertel-, Achtelnoten. Teilt man eine Note jedoch durch drei, so ergibt sich eine Triole. Die drei Noten der Triole ergeben dann je ein Drittel des Zeitwertes der ungeteilten Note und sind so zu spielen, daß die Dauer der drei Noten zusammen der Dauer der ungeteilten Note entspricht. Dazu folgende Beispiele, in denen eine halbe und eine Viertelnote aufgeteilt werden:

Triolen

Findet man vor dem Schlußstrich im Notensystem einen Doppelpunkt, der vor einem dünnen und einem dicken senkrechten Strich steht, so ist der Teil des Liedes vor dem Doppelpunkt ab dem Liedanfang zu wiederholen. Kam jedoch vorher ein Doppelpunkt hinter einem dicken und einem dünnen senkrechten Strich vor, so ist nur der Liedteil zwischen den Doppelpunkten zu wiederholen. Ein D.C. am Ende eines Liedes heißt "da capo" und bedeutet, daß das Lied vom Anfang an nochmal durchzuspielen ist.

Wiederholung

Es gibt noch weitere Wiederholungszeichen, z. B. Klammern mit 1. und 2. Dann werden beim ersten Durchspielen die Noten unter 1. und bei der Wiederholung die Noten unter 2. gespielt (wobei die Noten unter 1. übersprungen werden).

Wiederholung2

Soweit dieser Crashkurs in Musiklehre. Bitte genau lesen und später darauf zurückgreifen.